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Koalition Kurz & Klar

15 % Basiszoll: US-Zölle werden zur Dauerbelastung für deutsche Exporteure

Karikatur: Ein US-Präsident sitzt auf einem Berg aus Geldsäcken, während deutsche Firmenchefs ratlos vor einer riesigen Zollmauer stehen.

Amerika zuerst, Deutschland zahlt.

Was passiert ist

Die USA setzen Zölle wieder als dauerhaftes Druckmittel ein. Für viele EU-Importe steht ein Basiszoll von 15 % im Raum, für Stahl und Aluminium besonders hohe Aufschläge. Branchenverbände warnen: Für deutsche Exporteure wird Handel in die USA spürbar teurer. [AHK USA] [DIHK]

Das Wichtigste in Kürze

  • 15 % Basiszoll: Für viele EU-Importe wird ein Basiszoll von 15 % genannt.
  • 50 % auf Stahl & Aluminium: Für diese Produkte bleiben besonders hohe Zölle im Raum.
  • 1,2 Mio. Jobs am US-Export: DIHK verweist auf die starke Beschäftigungsabhängigkeit vom US-Geschäft.
  • 54 % planen Rückzug: In einer DIHK-Blitzumfrage wollen 54 % das US-Geschäft reduzieren, 26 % Investitionen aussetzen.
  • Exportaussichten trüb: DIHK erwartet nur ein leichtes Exportplus – bei unsicheren Rahmenbedingungen. [DIHK]

Warum das wichtig ist

Deutschland ist stark exportabhängig. Wenn der Marktzugang in die USA dauerhaft teurer wird, trifft das Unternehmen, Lieferketten und Beschäftigung – nicht nur einzelne Konzerne.

Eine DIHK-Blitzumfrage unter 3.500 Betrieben zeigt das Ausmaß:

  • 54 % wollen ihr US-Geschäft reduzieren
  • 26 % setzen Investitionen in den USA aus
  • Verbände fordern einen „echten Deal“ und mehr Diversifizierung

Der bittere „Zoll-Deal"

Auch wenn die EU in einigen Bereichen günstiger eingestuft wird als andere Länder: Für Unternehmen bleibt der Marktzugang in die USA teurer als zuvor.

  • Autos: In der Übersicht werden 15 % als Rahmen genannt.
  • Stahl & Aluminium: 50 % bleiben bestehen.
  • Pharma & Halbleiter: Für zuvor zollarme Bereiche wird ebenfalls eine neue Baseline beschrieben.

Das deutsche Exportmodell steht vor seiner größten Bewährungsprobe seit Jahrzehnten.

Was jetzt passiert

Die DIHK fordert: Ziel müsse ein belastbarer Deal sein – und parallel mehr Diversifizierung über neue Handelsabkommen. [DIHK]

Für die Beschäftigten in exportstarken Branchen wird die Antwort der Politik existenziell.