Zum Inhalt springen
Hormus gesperrt – dein Sprit kostet jetzt Zwei-Jahres-Hoch
Wirtschaft

Hormus gesperrt – dein Sprit kostet jetzt Zwei-Jahres-Hoch

2 Minuten
Zum TikTok

Die Straße von Hormus ist gesperrt. Irans Revolutionsgarden haben die wichtigste Ölpassage der Welt dichtgemacht – als Antwort auf die amerikanisch-israelischen Angriffe der letzten vier Tage. Täglich passieren dort normalerweise Tanker mit rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels. Jetzt: nichts.

Die Folgen spürt Deutschland sofort. Rohöl der Sorte Brent hat 85 Dollar pro Barrel erreicht – das höchste Niveau seit zwei Jahren. Super E10 kostet heute im Schnitt 1,79 Euro pro Liter. Tendenz steigend. Energie-Ökonomen warnen: Hält die Sperre an, könnte der Ölpreis um bis zu 50 Prozent steigen. Das wären über 120 Dollar pro Barrel – und über 2 Euro pro Liter an der Zapfsäule.

Das trifft nicht nur Autofahrer. Heizöl, Kerosin, Plastik, Düngemittel – alles hängt am Öl. Ein anhaltender Preisanstieg würde direkt auf die Inflation durchschlagen, die gerade erst auf 2,3 Prozent gesunken war.

Warum trifft uns das so hart? Weil wir es zugelassen haben. Deutschland hat seit Jahren gewusst, dass fossile Energieabhängigkeit ein geopolitisches Risiko ist. Aus der Abhängigkeit von Moskau sind wir in die Abhängigkeit von Regionen gewechselt, die seit Jahren auf der Kippe stehen.

Die Energiewende ist die einzige strukturelle Antwort auf dieses Problem. Nicht weil sie günstig ist. Nicht weil sie einfach ist. Sondern weil jede Alternative bedeutet, dass ein Meeresabschnitt in einer anderen Weltregion deine Heizkosten bestimmt.

Bis dahin gilt: Tanken heute ist günstiger als tanken nächste Woche. Und wer auf E-Auto umsteigen wollte – der Zeitpunkt war eigentlich schon vor Jahren.

Fazit: Die Straße von Hormus zeigt gerade live, was Energieabhängigkeit bedeutet: Jemand dreht einen Hahn zu – und du zahlst es an der Tankstelle.

@bessernews

🔥 Kein Take mehr verpassen

Die heißesten Takes der Woche. Jeden Freitag. Kein Spam. Kein Bullshit.