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Kerosin +140% – jetzt zieht\s beim Flugticket nach
Wirtschaft

Kerosin +140% – jetzt zieht\s beim Flugticket nach

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Letzte Woche hat dich die Iran-Krise an der Tankstelle erwischt. Jetzt kommt sie für dein Urlaubsticket.

Wir haben es schon gesagt: Kerosin zieht nach. Jetzt ist es soweit. Am Handelsplatz Singapur kostet Flugtreibstoff gerade über 225 Dollar pro Barrel – ein Anstieg von 140 Prozent seit Ende Februar, seit die Militäroperationen im Iran-Konflikt eskaliert sind. Das ist kein langsames Kriechen. Das ist eine Wand.

Warum das dein Flugticket trifft

Kerosin macht je nach Strecke zwischen 20 und 30 Prozent der Ticketkosten aus. Bei Langstrecken – Bangkok, New York, Kapstadt – liegt der Anteil noch höher. Airlines kaufen Kerosin zwar auf Vorrat zu Festpreisen (Hedging), aber das funktioniert nicht ewig. Die Sommerflüge 2026 sind jetzt. Die Hedging-Puffer vieler Airlines laufen gerade leer.

Was dann kommt: Treibstoffzuschläge. Lufthansa, Ryanair, Eurowings – alle haben automatische Fuel-Surcharge-Mechanismen, die greifen, wenn der Kerosinpreis dauerhaft über einem Schwellenwert bleibt. Bleibt die Straße von Hormus eingeschränkt – sie transportiert rund 20 Prozent des globalen Öls täglich – bleibt der Druck. Und die Zuschläge kommen.

Die Rechnung

Für einen Mittelstreckenflug nach Mallorca oder Athen: Schätzungsweise 15 bis 30 Euro mehr hin und zurück. Kein Drama – aber spürbar.

Für einen Langstreckenflug nach Thailand oder in die USA: Hier sprechen wir von 80 bis 150 Euro extra – bei ohnehin schon teuren Tickets. Wer jetzt noch bucht, zahlt schon heute mehr. Wer noch wartet, zahlt noch mehr.

Das Muster kennen wir aus 2022: Als Russland die Ukraine überfiel und Kerosin anzog, stiegen Fernflug-Tickets innerhalb von drei Monaten um bis zu 40 Prozent. Diesmal stieg Kerosin sogar schneller.

Was Airlines dabei machen

Sie reden nicht drüber. Keine Airline sagt öffentlich: "Wegen dem Krieg kostet dein Ticket jetzt mehr." Stattdessen: Treibstoffzuschläge still anpassen. Preiskategorien neu kalkulieren. Du merkst es erst beim Bezahlen – oder beim Vergleich mit Preisen von vor drei Wochen.

Das ist Absicht. Je unauffälliger der Aufschlag, desto weniger Widerstand. Der Krieg als versteckter Posten auf deiner Buchungsübersicht.

Fazit: Wer diesen Sommer fliegen will: Jetzt buchen. Wer wartet, wartet auf den nächsten Preissprung.

@bessernews

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