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Lyriden 2026: Bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde ab 22. April
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Lyriden 2026: Bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde ab 22. April

Sternschnuppe zieht leuchtend über klaren Nachthimmel über deutschen Feldern, Beobachter liegt im Gras und schaut nach oben

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Kein Equipment, kein Abo, keine App: In der Nacht vom 22. auf den 23. April 2026 fallen bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde über Deutschland.

Die Lyriden sind einer der ältesten bekannten Meteorschauer der Menschheit – erste Aufzeichnungen stammen aus China, 687 v. Chr. Und trotzdem überraschen sie Jahr für Jahr, weil kaum jemand Bescheid weiß. Der Perseiden-Schauer im August hat die PR, die Lyriden haben die besseren Bedingungen im April.

Für dich heißt das konkret: Du brauchst nichts außer einem klaren Himmel und Geduld. Kein Teleskop, keine App. Einfach rausgehen, in eine Richtung mit wenig Lichtverschmutzung, hinlegen und nach oben schauen. Die beste Zeit: nach Mitternacht.

Was sind die Lyriden überhaupt? Sie entstehen, wenn die Erde jedes Jahr im April die Staubspur des Kometen Thatcher (C/1861 G1) durchquert. Die Staubpartikel – oft kleiner als ein Reiskorn – treten mit bis zu 50 km/s in die Erdatmosphäre ein und verglühen dabei als leuchtende Streifen. Was aussieht wie fallende Sterne, ist tatsächlich Kometenstaub.

Der Ausstrahlungspunkt (Radiant) liegt im Sternbild Lyra – daher der Name. Das Sternbild ist im April ab ca. 22 Uhr im Nordosten sichtbar und steigt bis in den frühen Morgen auf. Je höher der Radiant steht, desto mehr Meteore sind zu sehen.

2026 kommen die Lyriden mit einem Bonus: Das Maximum fällt auf die Nacht vom 22. auf den 23. April – und der Mond ist zu diesem Zeitpunkt nur ein schmaler Halbmond, der kurz nach Mitternacht untergeht. Das bedeutet: dunkler Himmel zur besten Beobachtungszeit. Solche Konstellationen gibt es nicht jedes Jahr.

Was kann man erwarten? In einer normalen Lyridennacht sind 15-20 Meteore pro Stunde möglich. In seltenen Jahren produzieren die Lyriden kurze "Ausbrüche" mit bis zu 100 Meteoren pro Stunde – zuletzt 1982. Für 2026 ist kein Ausbruch vorhergesagt, aber das Maximum selbst bietet verlässlich gute Chancen.

Schlechtwetter ist der einzige Feind. Sollte der 22. April bewölkt sein, lohnt sich auch die Nacht davor oder danach – die Lyriden sind vom 16. bis 25. April aktiv, das Maximum dauert etwa 24 Stunden.

Wer sich jetzt schon einen Astro-Kalender merkt: Nach den Lyriden kommt am 12. August die partielle Sonnenfinsternis – mit 84 bis 92 Prozent Bedeckung in ganz Deutschland das Himmelsspektakel des Jahres.

@bessernews

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