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Merz unter Druck: Jetzt zittert die CDU vor dem 22. März
Politik

Merz unter Druck: Jetzt zittert die CDU vor dem 22. März

Friedrich Merz als Karikatur auf einem wackelnden Stuhl, im Hintergrund eine Deutschlandkarte mit BW und RLP rot-markiert, besorgter Ausdruck

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Friedrich Merz hat die BW-Wahl verloren. In zehn Tagen wählt Rheinland-Pfalz. CDU-intern gibt es bereits ein Wort für das, was dann passiert: "Dann brennt die Hütte."

Am 8. März hat die CDU Baden-Württemberg verloren – das erste Mal seit 58 Jahren kam kein CDU-Ministerpräsident raus. Cem Özdemir (Grüne) hat mit 30,2% gegen CDU-Kandidat Hagel (29,7%) gewonnen, nach einem 15-Punkte-Rückstand Monate zuvor. Das ist eine Klatsche. Und die Nachbeben kommen jetzt.

Am 22. März wählt Rheinland-Pfalz. Aktuelle Umfragen: CDU 28%, SPD 27%, AfD 19%. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU-Herausforderer Gordon Schnieder und Amtsinhaber Alexander Schweitzer (SPD). Der CDU-Vorsprung der letzten Monate ist weg.

Klartext: Ein CDU-Vorstandsmitglied hat es intern bereits offen gesagt: "Wenn beide Landtagswahlen verloren sind, dann brennt die Hütte." Und wenn dann im Herbst auch noch Berlin und Magdeburg kippen, "kommt Friedrich Merz unter Druck." Das ist kein Oppositionsgerede. Das kommt aus der eigenen Partei.

Was die CDU wurmt: Nicht die Größe des BW-Verlusts – der war knapp. Was wurmt, ist die Interpretation. War Hagel der falsche Kandidat? Oder ist das der Merz-Effekt? Das Politbarometer sagt: 59% der Deutschen finden die Regierungsarbeit "eher schlecht" – und das nach nur drei Monaten Amtszeit. Zum Vergleich: Ampel nach drei Monaten lag bei 43%.

Der Koalitionspartner SPD macht es nicht leichter. Die SPD ist bundesweit im Keller – was bedeutet, dass die Koalition aus zwei schwachen Partnern besteht, die sich gegenseitig nach unten ziehen.

Was Merz jetzt braucht: Ein Rheinland-Pfalz-Sieg würde die Nervosität dämpfen. Ein Verlust würde die Diskussion um Führungsstil, Wirtschaftspolitik und Koalitionsklima in Berlin massiv beschleunigen. Die Koalition steht inhaltlich unter Druck – Haushalt, Wirtschaftsschwäche, Rentenpolitik. Ein zweiter Wahlverlust in Folge macht aus einem Hauch Kritik einen handfesten Konflikt.

Rheinland-Pfalz am 22. März ist kein regionaler Urnengang. Es ist Merkels Nachfolger erste echte Bewährungsprobe.

Quellen

@bessernews

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