Heute Nacht um 04:11 Uhr ist es soweit: Der Pink Moon steigt über Deutschland auf – und dieser Vollmond ist mehr als nur ein hübsches Foto.
Ja, Pink Moon klingt nach Instagram-Filter. Aber dahinter steckt mehr als Ästhetik. Der April-Vollmond 2026 trifft auf eine seltene Kombination: Er ist gleichzeitig der Oster-Vollmond, bestimmt also das Datum von Ostern und markiert astronomisch den echten Frühlingsstart. Und er leuchtet heute, in der Nacht vom 1. auf den 2. April 2026, ab etwa 04:11 Uhr in seiner vollen Kraft.
Für dich heißt das konkret: Wer heute Nacht aufsteht oder früh raus muss, bekommt gerade dann den hellsten Vollmond des frühen Jahres zu sehen – ohne Nebel, ohne Wolken (zumindest laut aktueller Wetterlage in Teilen Deutschlands).
Warum heißt er überhaupt Pink Moon? Der Name kommt nicht aus Europa, sondern aus Nordamerika, von den Algonkin-Völkern. Sie benannten die Monate nach Naturphänomenen – und im April blüht Phlox subulata, eine bodige Frühlingsblume in kräftigem Pink, die die Wiesen bedeckt. Der Mond selbst wird nicht rosa. Aber der Name ist hängengeblieben, weil er etwas Richtiges trifft: April ist der Monat, in dem die Natur explodiert.
Was ihn 2026 besonders macht: Dieser Vollmond ist der sogenannte Paschal Full Moon – der erste Vollmond nach dem Frühlingsäquinoktium (20. März). Genau das entscheidet, wann Ostern gefeiert wird. Weil der Pink Moon 2026 auf den 2. April fällt, liegt Ostersonntag am 5. April – also genau drei Tage später. Kirchlicher Kalender, astronomisch bestimmt. Das hat seit Jahrhunderten Bestand.
Das Schöne an Vollmond-Content: Er ist echt, er ist pünktlich und er ist überall gleich sichtbar. Kein Abo, kein Eintritt, keine App. Einfach rausgehen, hochschauen.
Wer den April-Vollmond mit freiem Auge oder Fernglas beobachten will: Am deutlichsten wirkt er kurz nach dem Aufgehen über dem Horizont – da spielt die Atmosphäre mit und der Mond erscheint größer und orange getönt. Das ist keine optische Täuschung, sondern Physik: Das Licht passiert eine dickere Luftschicht und die kurzwelligen blauen Anteile werden gestreut.
Nach dem Pink Moon wartet der nächste große Astro-Termin schon: In der Nacht vom 22. auf den 23. April erreichen die Lyriden-Sternschnuppen ihr Maximum – bis zu 20 Meteore pro Stunde. Wer jetzt schon auf den Himmel achtet, ist bis dahin warm.