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Gute Nachricht: Strom wird billiger – Gas aber nicht
Wirtschaft

Gute Nachricht: Strom wird billiger – Gas aber nicht

Strompreise sinken 2026 in fast allen deutschen Haushalten – bei Gas gibt es regionale Unterschiede.

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Endlich eine echte Entlastung: In rund 97 Prozent aller Orte in Deutschland sinken die Strompreise in diesem Jahr – und das spürbar. Der Durchschnittshaushalt spart bis zu 155 Euro im Jahr. Bei Gas ist das Bild dagegen gemischter. Was steckt dahinter – und wer profitiert wirklich?

Strom: Warum wird es günstiger?

Der Haupttreiber ist ein staatlicher Eingriff: Die Bundesregierung bezuschusst die Netzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber – diese machen einen erheblichen Teil des Strompreises aus. Ohne Zuschuss wären die Entgelte gestiegen; mit ihm können Versorger die Preise senken.

Die Zahlen sind konkret: In der Grundversorgung liegt der neue Verbrauchspreis ab dem 1. April 2026 bei 36,24 Cent/kWh brutto (Grundpreis: 10,96 Euro/Monat). Für einen Haushalt mit Jahresverbrauch von 2.800 kWh ergibt das eine Entlastung von rund 155 Euro gegenüber dem Vorjahr. Seit Jahresbeginn wurden bereits über 101 Preissenkungen mit einem durchschnittlichen Minus von 15 Prozent angekündigt.

Gas: Hier ist es komplizierter

Bei Gas ist die Lage differenzierter. Die Gasnetzentgelte steigen 2026 bundesweit fast überall – im Schnitt um 0,34 Cent/kWh brutto, was etwa 3,6 Prozent Mehrkosten bedeutet. Gleichzeitig entfällt ab Januar 2026 die Gasspeicherumlage, die Haushalte um mehr als 3 Milliarden Euro entlastet.

Das Ergebnis ist ein Patt: Viele Versorger senken trotzdem. Verivox registrierte 192 Gassenkungen bei Grundversorgern (im Schnitt –6,7%) gegen nur 45 Erhöhungen (im Schnitt +6,3%). Wer aktuell in der Grundversorgung ist, sollte seinen Vertrag prüfen – die Unterschiede zwischen Anbietern sind 2026 groß.

Was du jetzt tun solltest

Beim Strom: Wer noch in einem Altvertrag sitzt, sollte wechseln. Die neuen Tarife für Neukunden sind oft noch günstiger als die Grundversorgungspreise. Vergleichsportale wie Verivox oder Check24 zeigen aktuelle Angebote.

Beim Gas: Hier lohnt sich der Anbieterwechsel besonders, da die Preisunterschiede regional erheblich sind. Wer einen Jahresverbrauch von 15.000 kWh hat, kann durch aktives Vergleichen bis zu 200 Euro im Jahr rausholen.

Das große Bild

Nach Jahren der Energiepreis-Schocks ist 2026 das erste Jahr seit langem, das für Stromkunden echte Entlastung bringt. Die Kombination aus staatlichen Netzentgelt-Zuschüssen und gesunkenem Großhandelspreis macht das möglich. Beim Gas braucht es noch Geduld – aber auch hier sieht die Lage besser aus als 2024.

@bessernews

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