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Ausland

Epstein-Ermittlungen: Polizei durchsucht Häuser von Ex-Minister Mandelson

Epstein-Ermittlungen: Polizei durchsucht Häuser von Ex-Minister Mandelson
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Die britische Polizei hat am 7. Februar 2026 zwei Adressen des früheren Wirtschaftsministers Peter Mandelson durchsucht. Ihm wird vorgeworfen, vertrauliche Regierungsinformationen an den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben und Geld von ihm angenommen zu haben.

Die wichtigsten Punkte

  • Am 7. Februar 2026 durchsuchte die Polizei zwei Adressen des früheren britischen Wirtschaftsministers Peter Mandelson wegen Verdachts des Fehlverhaltens im öffentlichen Amt [Tagesschau].
  • Mandelson soll vertrauliche Regierungsinformationen an Epstein weitergegeben und Geld von ihm angenommen haben. Die britische Regierung selbst hat ihn deshalb angezeigt [Tagesschau].
  • Mandelson hatte seinen Botschafterposten in Washington im September 2025 verloren und trat anschließend aus der Labour-Partei aus [T-online].

Mandelsons Verteidigung

Mandelson, der im Februar 2025 zum Botschafter ernannt worden war, bestreitet jedes Fehlverhalten. Er habe auf Epsteins Anwesen nie junge Frauen oder Mädchen gesehen, sondern lediglich Haushälterinnen mittleren Alters [T-online]. Er entschuldigte sich bei den Opfern für ein System, das ihre Stimmen ignoriert habe, wies aber jede persönliche Schuld von sich.

Weitere Kreise der Affäre

Die Ermittlungen im Fall Epstein ziehen weiter Kreise. So hat das frühere US-Präsidentenpaar Bill und Hillary Clinton eine Aussage vor einem Kongressausschuss verweigert. Ihre Anwälte argumentieren, alle verfügbaren Informationen seien bereits vorsorglich übermittelt worden [Yahoo]. Dem ehemaligen Präsidenten Clinton werden unter anderem mehrere Flüge mit Epsteins Privatjet in den Jahren 2002 und 2003 vorgeworfen. Jeffrey Epstein war bereits 2008 wegen der Inanspruchnahme minderjähriger Prostituierten verurteilt und 2019 erneut wegen sexuellen Missbrauchs festgenommen worden [Yahoo].

Warum das wichtig ist

Die Durchsuchungen zeigen, dass die britischen Behörden den Fall auch Jahre nach Epsteins Tod aktiv verfolgen. Mit der Veröffentlichung von mehr als 100.000 internen Dokumenten steht die Aufarbeitung der Affäre erst am Anfang.