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Grüne kritisieren Regierung: „Zu wenig für das Klima"

Weltkugel mit Thermometer – Grüne Kritik am Klimaschutz

Grüne: Deutschland verliert Vorbildfunktion beim Klimaschutz.

Bald findet die große Weltklimakonferenz COP30 statt. Alle Länder der Welt treffen sich, um über den Klimaschutz zu sprechen. Aber: Die Grünen sind sauer auf die deutsche Regierung. Warum? Grünen-Politikerin Katharina Dröge sagt: Deutschland macht beim Klimaschutz Rückwärtsgang – genau dann, wenn wir Gas geben sollten.

Was ist die COP30?

Die COP30 ist die 30. Weltklimakonferenz. „COP" steht für „Conference of the Parties" – also ein Treffen aller Länder, die beim Klimaschutz mitmachen. Die Konferenz findet 2025 in Brasilien statt.

Was ist die COP30?

Die COP30 ist ein riesiges Treffen, bei dem alle Länder der Welt über Klimaschutz reden. Die wichtigsten Themen:

  • Geld für arme Länder: Reiche Länder sollen ärmeren Ländern helfen, den Klimawandel zu bekämpfen – zum Beispiel mit Geld für den Regenwald-Schutz.
  • Weniger CO₂: Alle Länder versprechen, weniger Treibhausgase auszustoßen.
  • Vorbild sein: Länder wie Deutschland sollen zeigen, dass Klimaschutz funktioniert.

Warum wichtig? Wenn die Länder sich nicht einigen, steigt die Erderwärmung weiter. Das bedeutet: mehr Dürren, mehr Überschwemmungen, mehr Probleme für alle.

Was kritisieren die Grünen genau?

Grünen-Politikerin Katharina Dröge hat im Deutschlandfunk ein Interview gegeben. Sie sagt: Die Regierung aus CDU und SPD macht beim Klimaschutz zu wenig. Ihre drei Kritikpunkte:

1. Kein Geld für den Regenwald-Schutz

Bei der COP30 geht es viel um den Regenwald. Brasilien ist Gastgeber – und der Amazonas-Regenwald ist riesig wichtig für das Klima. Er speichert CO₂ und produziert Sauerstoff.

Viele Länder haben schon zugesagt, Geld in einen Regenwaldfonds zu zahlen. Dieser Fonds soll helfen, den Regenwald zu schützen. Deutschland hat bisher keine konkrete Summe genannt. Die Grünen sagen: Das ist peinlich!

Was ist der Regenwaldfonds?

Der Regenwaldfonds ist ein großer Geldtopf. Reiche Länder zahlen Geld ein. Dieses Geld geht an Länder mit Regenwäldern (z.B. Brasilien, Indonesien).

Ziel: Den Regenwald schützen, statt ihn abzuholzen. Warum? Der Regenwald speichert CO₂ und bekämpft den Klimawandel.

2. Weniger Klimaschutz-Gesetze

Die Grünen sagen: Die Regierung hat viele gute Klimaschutz-Regeln aus der Zeit der alten Ampel-Regierung zurückgebaut. Zum Beispiel:

  • Weniger Förderung für Elektro-Autos.
  • Weniger strenge Regeln für CO₂-Ausstoß.
  • Weniger Investitionen in erneuerbare Energien.

Dröge sagt: Das ist ein „klimapolitischer Rückwärtsgang". Deutschland sollte vorangehen – stattdessen fällt es zurück.

3. Deutschland verliert Vorbildfunktion

Früher galt Deutschland als Vorbild beim Klimaschutz. Andere Länder haben geschaut: Was macht Deutschland? Wie können wir das auch machen?

Die Grünen sagen: Jetzt verliert Deutschland diese Rolle. Wenn Deutschland nicht mehr vorangeht, warum sollten andere Länder es dann tun?

Was sagt die Regierung dazu?

Die Regierung (CDU und SPD) sieht das anders. Ihre Argumente:

  • „Wir machen Klimaschutz – aber realistisch." Die Regierung sagt: Klimaschutz ist wichtig, aber er muss bezahlbar sein. Zu viele Regeln schaden der Wirtschaft.
  • „Wir zahlen schon genug." Deutschland gibt bereits viel Geld für internationale Klimahilfe aus. Mehr ist aktuell nicht drin.
  • „Andere Länder machen auch nichts." Die Regierung sagt: Warum soll Deutschland vorangehen, wenn China und die USA nicht mitmachen?

Warum ist das wichtig für dich?

Klimaschutz klingt manchmal weit weg. Aber: Der Klimawandel betrifft alle. Mehr Hitze, mehr Stürme, mehr Dürren – das hat Folgen für Landwirtschaft, Wasser, Gesundheit.

Wenn Deutschland beim Klimaschutz zurückfällt, hat das zwei Effekte:

  • Negative Wirkung: Andere Länder sagen: „Wenn Deutschland nichts macht, warum sollten wir?" Der Klimawandel wird schlimmer.
  • Wirtschaftliche Wirkung: China investiert massiv in grüne Technologien (Solar, Batterien, E-Autos). Wenn Deutschland nicht mithält, verliert es wirtschaftlich den Anschluss.

Was fordern die Grünen?

Die Grünen wollen, dass Deutschland bei der COP30 klare Zusagen macht:

  • Eine konkrete Summe für den Regenwaldfonds nennen.
  • Versprechen, die Klimaschutz-Gesetze wieder zu verschärfen.
  • Mehr Geld in erneuerbare Energien investieren.

Dröge sagt im Deutschlandfunk: „Deutschland ist im klimapolitischen Rückwärtsgang." Das müsse sich ändern – sonst verliere Deutschland seine Glaubwürdigkeit.

Was sagen andere Parteien?

CDU/SPD (Regierung): „Wir sind realistisch"

Die Regierung sagt: Klimaschutz ist wichtig, aber wir müssen auch die Wirtschaft im Blick haben. Zu viele Regeln machen Deutschland unattraktiv für Firmen.

FDP: „Klimaschutz ja – aber marktwirtschaftlich!"

Die FDP ist gegen zu viele Klimaschutz-Regeln. Sie sagt: Lasst den Markt entscheiden. Firmen sollen selbst herausfinden, wie sie klimafreundlich werden.

Linke: „Viel mehr machen!"

Die Linke sagt: Die Regierung macht viel zu wenig. Klimaschutz braucht mehr Geld, mehr Gesetze, mehr Tempo.

AfD: „Klimaschutz ist übertrieben"

Die AfD lehnt viele Klimaschutz-Maßnahmen ab. Sie sagt: Der Klimawandel ist nicht so schlimm, wie alle tun. Deutschland soll sich auf Wirtschaft konzentrieren.

Wie geht es weiter?

Die COP30 findet bald statt. Deutschland muss entscheiden: Macht es klare Zusagen – oder bleibt es vage?

Die Grünen werden weiter Druck machen. Ihre Botschaft: Klimaschutz ist nicht verhandelbar. Wenn Deutschland jetzt aufgibt, ist es zu spät.

Die Regierung muss abwägen: Mehr Klimaschutz oder mehr Rücksicht auf die Wirtschaft? Die nächsten Wochen werden zeigen, welche Richtung Deutschland einschlägt.

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