Zurück zur Übersicht
Grüne – Kurz & Klar

Habeck-Doku "Jetzt. Wohin.": 270.000 Euro Filmförderung spalten das Netz

Teuerste Filmproduktion: Habeck-Doku mit 270.000 Euro Förderung

Umstrittener Film: Habeck lässt seine Amtszeit dokumentieren.

Was passiert ist

Seit dem 7. Dezember läuft ein Film über Robert Habeck in den Kinos. Robert Habeck war bis vor kurzem ein wichtiger Politiker der Grünen. Er war Vizekanzler und Wirtschaftsminister.

Der Film heißt „Jetzt. Wohin." und zeigt Habeck während des Wahlkampfs und danach (Pandora Film). Man sieht, wie er mit Niederlagen umgeht und wie er sich zurückzieht.

Jetzt gibt es großen Streit um den Film. Der Grund: Der Film bekam 270.000 Euro Förderung vom Staat (Focus). Das ist Steuergeld.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Film „Jetzt. Wohin." zeigt Habeck während des Wahlkampfs
  • Der Film bekam 270.000 Euro staatliche Förderung
  • Kritiker sagen: Das ist Propaganda auf Steuerzahlerkosten
  • Befürworter sagen: Das ist wichtige Kunst und Dokumentation
  • Habeck hat sein Bundestagsmandat im September niedergelegt

Wer hat den Film gemacht?

Der Regisseur heißt Lars Jessen. Er ist ein bekannter deutscher Filmemacher. Wichtig zu wissen: Jessen ist ein persönlicher Freund von Robert Habeck. Das kritisieren viele Menschen. Sie sagen: Ein Freund macht keinen objektiven Film.

Jessen sagt: Er hat „ungeschminkt" gefilmt. Das heißt: Er zeigt auch unangenehme Momente.

Warum gibt es Streit?

Der Streit geht um die 270.000 Euro Filmförderung. Dieses Geld kam von verschiedenen staatlichen Stellen, zum Beispiel:

  • Deutscher Filmförderfonds
  • Film- und Medienstiftung NRW

Was sagen die Kritiker?

Kritiker (vor allem von CDU und AfD) sagen: Das ist keine Kunst. Das ist Werbung für einen gescheiterten Politiker. Und das wird mit Steuergeld bezahlt.

Jens Spahn von der CDU sagt: „Während Bürger jeden Euro zweimal umdrehen müssen, wird hier ein Freund von Habeck finanziert, um ihn besser aussehen zu lassen."

Die AfD fordert sogar: Der Bundesrechnungshof soll prüfen, ob die Förderung rechtmäßig war.

Was sagen die Befürworter?

Befürworter sagen: Der Film ist wichtige Dokumentation. Er zeigt, wie brutal Politik ist. Er zeigt auch, wie Habeck scheitert und zweifelt. Das ist ehrlich.

Anton Hofreiter von den Grünen sagt: „Kunstfreiheit ist ein hohes Gut. Wenn wir anfangen, Filme nach politischer Opportunität zu fördern, sind wir auf dem Weg zur Zensur."

Ist die Förderung legal?

Ja, die Förderung ist legal. Filmförderungen werden nach festen Regeln vergeben. Dokumentarfilme über politische Themen können gefördert werden. Die Entscheidung treffen Gremien, nicht Politiker direkt.

Aber: 270.000 Euro sind viel Geld für einen Dokumentarfilm. Normalerweise bekommen Dokumentarfilme 50.000 bis 150.000 Euro.

Was zeigt der Film?

Der Film zeigt verschiedene Situationen:

  • Habeck im Wahlkampf
  • Den Wahlabend, als die Grünen schlecht abschneiden
  • Momente, in denen Habeck erschöpft und verzweifelt ist
  • Seine Entscheidung, sein Bundestagsmandat niederzulegen
  • Seine Gedanken über Politik und Scheitern

Warum hat Habeck sein Mandat niedergelegt?

Am 1. September 2025 hat Habeck seinen Platz im Bundestag aufgegeben. Offiziell sagte er: Er will „neue Wege gehen".

Beobachter sehen verschiedene Gründe:

  • Erschöpfung: Die Jahre als Minister waren sehr anstrengend
  • Frustration: In der Opposition konnte er wenig bewirken
  • Strategie: Er verschafft sich Zeit für ein mögliches Comeback

Wie viele Menschen sehen den Film?

Bislang haben etwa 15.000 bis 20.000 Menschen den Film gesehen. Das ist für einen Dokumentarfilm solide, aber nicht überragend.

Zum Vergleich: Politische Dokumentarfilme erreichen in Deutschland selten mehr als 50.000 Zuschauer insgesamt.

Was bedeutet das?

Der Streit um den Film zeigt etwas Wichtigeres: Deutschland ist gespalten. Was für die einen Kunst ist, ist für die anderen Propaganda. Was für die einen wichtige Dokumentation ist, ist für die anderen Selbstdarstellung.

Für Habeck

Der Film könnte Habeck helfen. Wenn die Menschen sehen, dass er reflektiert und selbstkritisch ist, könnte er später zurückkommen. Aber wenn der Film als Selbstlob wahrgenommen wird, schadet er ihm.

Für die Grünen

Der Film lenkt Aufmerksamkeit auf die Grünen. Aber er zeigt auch: Die Zeit von Habeck als Vizekanzler war ein Scheitern. Das ist nicht gut für die Partei.

Für die Demokratie

Der Streit zeigt: Wir streiten darüber, was legitime Kunst ist und was Propaganda. Wo endet das eine, wo beginnt das andere? Das ist eine wichtige Frage.

Was sagen die Parteien?

Grüne: Verteidigen die Kunstfreiheit. Sie sagen: Man darf Filmförderung nicht nach Politik entscheiden.

CDU/CSU: Kritisieren die Förderung scharf. Sie sagen: Das ist Parteiwerbung mit Steuergeld.

AfD: Nutzen den Film für ihre Kritik am „Establishment". Sie fordern eine Überprüfung.

Die Linke: Kritisieren den Film inhaltlich. Sie sagen: Wichtiger als Selbstreflexion wäre eine Analyse der systemischen Probleme.

Fazit

Der Film über Habeck ist mehr als nur ein Film. Er ist ein Spiegel der deutschen Gesellschaft. Er zeigt, wie gespalten wir sind.

Ob der Film Habeck hilft oder schadet, wird sich zeigen. Sicher ist: Er hat eine wichtige Debatte ausgelöst:

  • Was ist Kunst, was ist Propaganda?
  • Wie soll mit Steuergeld umgegangen werden?
  • Welche Rolle spielen Politiker in einer mediatisierten Gesellschaft?

Und vielleicht ist genau das der Wert des Films: Nicht die Antworten, die er gibt, sondern die Fragen, die er aufwirft.