Krankenhausreform beschlossen: Bund und Länder im Streit – DKG warnt vor Folgen
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Illustration: Eine Landkarte Deutschlands, auf der kleine Krankenhaus-Symbole auf dem Land erlöschen.
Was passiert ist
Die Bundesregierung hat eine neue Krankenhausreform beschlossen. Ziel ist, die Qualität zu verbessern. Krankenhäuser und Bundesländer kritisieren einzelne Punkte und warnen, dass dadurch Kliniken – vor allem auf dem Land – unter Druck geraten könnten.
Das Wichtigste in Kürze
Die neue Reform (genannt KHAG) gibt dem Bund mehr Steuerungsmöglichkeiten. Er legt fest, welche Klinik welche Behandlungen anbieten darf. Die Bundesländer, die bisher für die Krankenhausplanung zuständig waren, sehen ihre Spielräume eingeschränkt.
Was bedeutet KHAG?
KHAG ist die Abkürzung für „Krankenhausreformanpassungsgesetz". Das ist das neue Gesetz, das die Regierung beschlossen hat. Es soll ändern, wie Krankenhäuser in Deutschland arbeiten.
Warum gibt es Streit?
Der Kern des Streits ist das Geld und die Kontrolle.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kritisiert, die neuen Regeln könnten dazu führen, dass Kliniken ihre Angebote anpassen müssen. Das kann bedeuten: Eine Klinik bietet bestimmte Leistungen nicht mehr an – etwa Geburten oder komplexe Operationen.
Aus Sicht der DKG ist unklar, ob es ausreichend finanzielle Ausgleiche gibt. Sie warnt vor wirtschaftlichen Risiken bis hin zu „kalten Schließungen".
Was sind „kalte Schließungen"?
Das bedeutet: Ein Krankenhaus geht pleite, weil es kein Geld mehr bekommt. Der Staat schließt es nicht direkt, aber es muss trotzdem schließen, weil das Geld fehlt.
Diskutiert wird besonders die „flächendeckende Versorgung". Das bedeutet: Es geht um den schnellen Zugang zu einer Klinik, auch auf dem Land.
Die Bundesländer dürfen von den neuen Regeln nur abweichen, wenn die Krankenkassen zustimmen. Kritiker sehen darin eine starke Begrenzung der Länder-Kompetenzen.
Wer ist die DKG?
DKG steht für „Deutsche Krankenhausgesellschaft". Das ist eine Organisation, die die Interessen der Krankenhäuser in Deutschland vertritt. Sie spricht für über 1.900 Krankenhäuser.
Warum das wichtig ist
Befürworter erwarten Qualitätsverbesserungen, Kritiker befürchten Mehrbelastungen für einzelne Standorte.
Am 17. November 2025 findet der Deutsche Krankenhaustag statt. Die DKG lädt dazu ein. Das Motto lautet: „Neustart Krankenhauspolitik". Zur DKG-Meldung
Es geht um die Frage: Wie sichern wir die medizinische Versorgung für alle, ohne dass das System kollabiert?
Wie es weitergeht, entscheidet sich in den Beratungen mit Ländern und Verbänden. Möglich sind Anpassungen bei Finanzierung und Planungsspielräumen.
Quellen (Auswahl)
Bundesgesundheitsministerium – Kabinettsbeschluss zur Anpassung der Krankenhausreform
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