Neues Airbnb-Gesetz: Was sich bei Ferienwohnungen ändert
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Titelillustration: Das Bundesnetzagentur-Gebäude als zentrale Sammelstelle. Datenströme fließen von verschiedenen Plattform-Symbolen zur Behörde.
Was passiert ist
Die Regierung hat am 5. November 2025 ein neues Gesetz für Airbnb und ähnliche Plattformen beschlossen. Bundesregierung Ab Mai 2026 müssen Plattformen wie Airbnb oder Booking.com ihre Vermietungsdaten an eine zentrale Stelle melden – die Bundesnetzagentur. Haufe
Das Wichtigste in Kürze
- Plattformen wie Airbnb müssen ab 2026 Daten melden
- Die Bundesnetzagentur wird zur zentralen Sammelstelle
- Städte können dann leichter prüfen, ob Regeln eingehalten werden
- Ziel: Mehr Kontrolle über Ferienwohnungen
Warum gibt es dieses Gesetz?
In vielen Städten gibt es ein Problem: Normale Wohnungen werden dauerhaft an Touristen vermietet – über Plattformen wie Airbnb. Das hat zwei Folgen:
- Weniger Wohnungen für Einheimische: Wenn eine Wohnung das ganze Jahr an wechselnde Gäste vermietet wird, kann dort keine Familie mehr wohnen.
- Höhere Mieten: Weniger Wohnungen bedeuten: Die verbliebenen Wohnungen werden teurer.
Viele Städte haben deshalb Regeln erlassen: Wohnungen dürfen nicht einfach zu Ferienwohnungen umgewandelt werden. Aber bisher konnten die Städte das kaum kontrollieren – weil sie nicht wussten, wer wo wie lange vermietet.
Was ändert sich konkret?
1. Plattformen müssen Daten melden
Ab Mai 2026 müssen Airbnb, Booking.com und ähnliche Plattformen bestimmte Daten automatisch an die Bundesnetzagentur schicken. Zum Beispiel:
- Wo liegt die Wohnung? (Adresse)
- Wie lange wird vermietet? (Tage pro Jahr)
- Wer ist der Vermieter?
2. Bundesnetzagentur wird Sammelstelle
Die Bundesnetzagentur (eine Behörde) sammelt alle diese Daten an einer zentralen Stelle. Haufe
3. Städte können Daten abrufen
Kommunen – also Städte und Gemeinden – können die Daten bei der Bundesnetzagentur abrufen. Dann sehen sie: Wer vermietet wo wie lange? Und sie können prüfen: Wird gegen unsere Regeln verstoßen?
Illustration: Ein urbanes Stadtbild mit Wohnhäusern. Einige Gebäude haben ein durchgestrichenes Wohnungs-Symbol (Zweckentfremdung). Im Vordergrund eine Kommune mit Tablet, die Daten prüft.
Was sagen Mieterverbände und Kritiker?
Der Deutsche Mieterbund sagt: Das Gesetz ist ein guter erster Schritt. Aber es reicht nicht. Mieterbund Der Verband fordert: Wohnungen sollten nur maximal sechs Monate pro Jahr als Ferienwohnung vermietet werden dürfen.
Die FDP kritisiert das Gesetz als „zu viel Bürokratie". Sie sagt: Der Staat soll nicht alles kontrollieren. Das hemmt Investitionen und Innovation.
Die Linke sagt: Das Gesetz geht nicht weit genug. Sie fordert ein Verbot von kommerziellen Ferienwohnungen in Städten mit Wohnungsmangel.
Warum gibt es so unterschiedliche Meinungen?
Die Parteien haben verschiedene Grundüberzeugungen:
- SPD, Grüne, Linke: Wohnen ist ein Grundrecht. Der Staat muss eingreifen, wenn der Markt versagt.
- CDU: Der Markt soll funktionieren, aber der Staat darf eingreifen, wenn es nötig ist. (Kompromiss)
- FDP: Der Markt regelt das am besten selbst. Zu viel Staat schadet der Wirtschaft.
- AfD: Gegen EU-Vorgaben – nationale Souveränität soll entscheiden.
Was passiert jetzt?
Das Gesetz muss noch durch den Bundestag und den Bundesrat. Wenn es beschlossen wird, hat die Bundesnetzagentur bis Mai 2026 Zeit, das System aufzubauen.
Dann werden die Städte sehen: Funktioniert die Kontrolle besser? Oder bleibt alles beim Alten, weil es zu wenig Personal gibt, um die Daten zu prüfen?
Warum ist das wichtig?
Das Gesetz zeigt, wie die Regierung arbeitet: Die SPD will mehr Kontrolle über den Wohnungsmarkt. Die CDU will nicht zu viel regulieren. Das Ergebnis ist ein Mittelweg: Mehr Transparenz – aber keine harten Verbote.
Ob das den Wohnungsmarkt entspannt, wird sich zeigen. Kritiker sagen: Ohne Obergrenzen für die Vermietungsdauer bringt das Gesetz wenig.