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Koalition · Kurz & Klar

Berlin-Blackout: Vulkangruppe legt 45.000 Haushalte lahm

Karikatur: Dunkle Berliner Straßen nach Stromausfall.

Vier Tage Dunkelheit: 45.000 Berliner Haushalte waren ohne Strom.

Was ist passiert?

In der Nacht zum Samstag haben Unbekannte eine Kabelbrücke in Berlin in Brand gesetzt. 45.000 Haushalte waren plötzlich ohne Strom – vier Tage lang, mitten im Januar. Ohne Heizung, ohne Licht.

Die linksextreme „Vulkangruppe" hat sich zum Anschlag bekannt. Die Polizei hält das Bekennerschreiben für echt.

Heute ab 11 Uhr soll der Strom wieder fließen.

Das Wichtigste in Kürze

  • 45.000 Haushalte und 2.200 Betriebe waren ohne Strom
  • Stadtteile Zehlendorf, Wannsee, Nikolassee, Lichterfelde betroffen
  • Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Terrorismus
  • Bundeswehr im Einsatz mit Notstromaggregaten
  • Vulkangruppe: mindestens 11 Anschläge seit 2011

Kontext

Was ist die Vulkangruppe?
Eine linksextreme Tätergruppe, die seit 2011 Stromversorgung, Bahntrassen und Funksendemasten angreift. Zuletzt der Anschlag auf das Tesla-Werk 2024. Die Täter sind unbekannt.

Warum haben sie das gemacht?
Die Gruppe schreibt: „Eine notwendige Maßnahme gegen fossile Gaskraftwerke." Sie wollen die „Infrastruktur" angreifen, nicht Menschen. Aber: 45.000 Haushalte ohne Heizung im Januar – das betrifft Menschen direkt.

Wie hat die Politik reagiert?
Berlins Bürgermeister Kai Wegner (CDU) spricht von „Linksterrorismus". Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen – ein Zeichen dafür, dass der Staat das ernst nimmt.

Karikatur: Vogelperspektive auf die zerstörte Kabelbrücke, Bundeswehr im Einsatz.

Großeinsatz: Bundeswehr und Einsatzkräfte reparieren die Stromversorgung.

Warum das wichtig ist

Der Anschlag zeigt, wie verwundbar unsere Infrastruktur ist. Eine Kabelbrücke – und 45.000 Haushalte stehen im Dunkeln.

Die Debatte läuft jetzt an: Ist das Linksterrorismus? Wie schützen wir kritische Infrastruktur besser? Und: Warum wurden die Täter in 15 Jahren nicht gefasst?

Quellen: Tagesspiegel · ZDF · t-online