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Die Linke Kurz & Klar

Die Linke führt bei Fehlzeiten – während sie gegen Beschlüsse klagt

Karikatur: Leere Stühle mit der Aufschrift 'Die Linke', während Anwälte mit Aktenbergen zum Bundesverfassungsgericht laufen.

Paradoxe Strategie: Abwesend im Plenum, präsent in Karlsruhe.

Was passiert ist

Eine ZDF-Datenauswertung zu Anwesenheit und namentlichen Abstimmungen zeigt: Die Linke liegt bei den Fehlzeiten vorne. Gleichzeitig ging die Fraktion juristisch gegen Bundestags-Sondersitzungen vor. [ZDFheute] [ZDFheute]

Das Wichtigste in Kürze

  • Höchste Fehlquote: Die Linke führt bei Fehlzeiten in namentlichen Abstimmungen.
  • Verfassungsklage als Beispiel: Im Frühjahr 2025 ging die Fraktion gegen Bundestags-Sondersitzungen juristisch vor.
  • Debatte über Sanktionen: Es wird über höhere Abzüge bei Abwesenheit diskutiert. [DIE ZEIT]
  • Neue Strafen: Seit September 2025: 200 € Abzug, bei unentschuldigtem Fehlen 300 €.

Warum das wichtig ist

Wer bei Abstimmungen fehlt, kann nicht mitentscheiden. Wer aber gleichzeitig Beschlüsse vor dem Bundesverfassungsgericht anfechtet, sendet ein widersprüchliches Signal: Sind die Beschlüsse wichtig genug für Klagen – aber nicht wichtig genug für Anwesenheit?

In der Debatte wird außerdem darauf verwiesen, dass parlamentarische Arbeit mehr ist als reine Plenumspräsenz. Politisch bleibt aber: Fehlzeiten sind ein Angriffspunkt – gerade bei wichtigen Abstimmungen.

Die Gründe

Die hohe Fehlquote kann verschiedene Ursachen haben:

  • Statistischer Effekt: Bei kleineren Fraktionen fallen einzelne Abwesenheiten stärker ins Gewicht
  • Prioritäten: Abgeordnete setzen Schwerpunkte zwischen Plenum, Ausschüssen, Terminen und Fraktionsarbeit
  • Politischer Druck: Die ZDF-Auswertung hat die Transparenz-Debatte zusätzlich angeheizt

Was jetzt passiert

Seit September 2025 werden Fehlzeiten härter bestraft: 200 € Abzug pro Sitzungstag, 300 € bei unentschuldigtem Fehlen. Ob das wirkt, bleibt abzuwarten.

Für Die Linke stellt sich die Frage: Wie gut lässt sich eine Oppositionsstrategie aus Plenum, Ausschüssen und juristischen Verfahren gleichzeitig durchhalten – ohne politischen Vertrauensverlust?